„Es gibt einen Begriff in der türkischen Sprache (Fail-i Meçhul, dt.: unbekannter Täter), der Taten oder Verbrechen beschreibt, denen kein Täter zugeordnet werden kann. Kollektivtäter ist eine Weiterentwicklung dieses Begriffes, um so die Gemeinschaftlichkeit zu betonen, die hinter einer Tat steht und sie oft erst ermöglicht.“
Der Erzähler betritt die Bühne und stellt sich selbst vor, bevor er sich auf eine Reise begibt. Auf dieser Reise nimmt er verschiedene Identitäten innerhalb einer Reihe von Geschichten an, die jeweils um ein bestimmtes gesellschaftliches Ereignis kreisen – beginnend in der nahen Umgebung zeigt es die immer größeren Zusammenhänge auf. Dieses Netz der Geschichten, in dem jeder eine eigene besondere Sprache spricht, entzerrt manchmal die verwebten Antworten, manchmal deren Fragen und kann wiederum manchmal nur das bereits Offensichtliche erkennbar machen.
20:00 | Banannefabrik