„Glaube mir, niemand hat Dich so sklavisch, hündisch, lauernd und leidenschaftlich geliebt wie ich, das nachbarliche Kind, die junge Frau von der Straße, die Mutter, die Frau vom Nachtlokal, die Unbekannte, die ich Dir war und bin. Du kannst es so wenig fühlen wie die Spannung der Uhrfeder, die Du in der Tasche trägst und die geduldig im Dunkel Deine Stunden zählt und misst, Deine Wege mit unhörbarem Herzpochen begleitet und auf die nur einmal in Millionen tickender Sekunden Dein hastiger Blick fällt. Du liest meinen Brief und fühlst Erinnerungen des Gefühls und erinnerst dich doch nicht an mich, aber es wird plötzlich eine Tür unsichtbar aufspringen und kalte Zugluft strömt aus einer anderen Welt in dein heiteres Haus.“

 

Linda Olsansky arbeitete u.a. als Gast an der Baracke am Deutschen Theater Berlin, am Schauspielhaus Wien, am Schauspielhaus Zürich und im Theatre des Capucins in Luxemburg. Von 2006 bis 2009 war sie Ensemblemitglied am Theater Basel. Im September 2001, erhielt sie den Förderpreis für junge Schweizer Schauspielerinnen der Armin-Ziegler-Stiftung.

Regie
Linda Olsansky
Mit
Christoph Rath
Sprache
Deutsch
Samedi 17 juillet 2010
20:00 | Kulturhaus Niederanven