Syrien / Türkei | In arabischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Einführung von Rolf C. Hemke, Dramaturg des Festivals, eine Stunde vor Vorstellungsbeginn.

Basierend auf dem Leben der syrischen Schauspielerin Amal Omran, die ihr Land im Zuge des Bürgerkrieges und ihrer eigenen politischen Aktivitäten gegen das herrschende System verlassen musste, wird die Geschichte eines Menschen erzählt, der seinen Namen, seine Identität, seine Sprache aufgegeben hat. Barfüßig geht er in die Fremde —  ohne seine Schritte zu zählen, ohne einen Blick zurück zu wagen. Aber: Es erklingt die Stimme des Protestes. Vielleicht begegnen wir dieser Stimme eines Tages vor der eigenen Haustür. Vielleicht hören wir sie irgendwo im Getümmel. Die Stimme des Protestes ist vielleicht die lauteste aller Stimmen.

Land für Land, Ort für Ort, Berge und Täler durchquerend erzählt dieser Mensch seine Geschichte. An einem Tag, an dem geschossen wird, an dem die Zeit still zu stehen scheint, schaut er auf die Dinge, die passieren,  innehaltend, inmitten all der Geschehnisse. Er bleibt stehen und sieht alles, was er bisher gesehen hat, noch einmal: Ein nie endender krieg, getötete Kinder, verdorrte Erde, ausgetrocknete Flüsse. All das holt er sich aus seinem Gedächtnis ins Bewusstsein und geht weiter.

 

Mit
Amal Omran
Text
Berkay Ateş
Regie
Ayşenil Samlıoğlu
Musik
Merih Aşkin
Bühne
Hande Tomris Kuzu
Technik
Ismail Sağır
Produktionsleitung
Onur Tuna
Koproduktion
kumbaraci50, GLOBALIZE:COLOGNE 2014 – international platform for dance & theatre, A.TONAL.THEATER Köln, Fundamental
Samedi 13 juin 2015
16:00 | Banannefabrik