Nach Ödipus Tod sind seine Söhne Eteokles und Polyneikes im Streit um das Königreich Erzfeinde geworden; Polyneikes wurde verbannt; als er zurückkehrte, versuchte er Theben zurück zu erobern. Bei der entscheidenden Schlacht vor den Toren Thebens töten sich die beiden Brüder Polyneikes und Eteokles gegenseitig. Nun übernimmt Kreon, Antigones Onkel, die Herrschaft über Theben. Dem Heimatgesetz folgend lässt er Eteokles, der seine Heimat verteidigt hat, den Sitten gemäß beerdigen. Den Leichnam des Polyneikes aber, der seine Heimat verraten und mit seiner Rückkehr gegen das Gesetz verstoßen hat, lässt er vor den Toren der Stadt, den Tieren zum Fraß liegen, ohne ihm eine ordentliche Bestattung zuzugestehen. Damit verwehrt Kreon Polyneikes jedoch den Einzug ins Totenreich.
An dieser Stelle setzt das Drama ein. Kreons Entscheidung steht im Widerspruch zu den geltenden Sitten und Normen, die stellvertretend für die ewigen Gebote der Götter stehen. Antigone dagegen fühlt sich diesen Normen und Werten mehr verbunden als den Gesetzen des Staates: Sie erachtet es als ihre schwesterliche Pflicht, ihren Bruder zu bestatten.
Antigone gehört neben König Ödipus zu Sophokles’ einflussreichsten Werken; zahlreiche Bearbeitungen legen davon Zeugnis ab. Hegel nannte das Stück in seinen Vorlesungen über Ästhetik das vollkommenste Kunstwerk, das ihm bekannt sei.
« Vieles ist ungeheuer, nichts ungeheuerer als der Mensch. »
Texte
ophocle
Traduction
Wolfgang Schadewaldt
Avec
Margarita Breitkreiz, Tony de Maeyer, Martin Engler, Dieter Fischer, Nora Koenig, Jean-Paul Maes, Linda Olsansky, Josiane Peiffer, Max Thommes
Mise en scène
Steve Karier
Scénographie
Diane Heirend
Costumes
Katharina Polheim
Musique
Dieter Fischer
Lumières
Gérard Cleven
Photos
Bohumil Kostohryz
Langue
Allemand
Octobre - Novembre 2009
Théâtre des Capucins